Offene Foren 2015

Datum und Zeit:
18. Nov. 2015, 17.15–18.30 Uhr

Christian Schorno (Uni Zürich)

Seminararbeiten ins Internet! – Über das Potential von Blogs in der universitären Lehre

Ausgangspunkt des Referats sind zwei BA-Seminare mit je 25-30 Studierenden, die der Referent am Institut für Sozialanthropologie und empirische Kulturforschung (ISEK) der Universität Zürich durchgeführt hat und deren Leistungsnachweise in öffentlichen Blogs zu erbringen waren. Die Erfahrungen mit dieser Seminarform zeigten, dass Blogs die Didaktik von Seminarveranstaltungen umkrempeln und grosses lerntheoretisches und schreibdidaktisches Potential freisetzen. Das wissenschaftliche Schreiben erhält eine wichtigere Rolle als im traditionellen Seminarbetrieb.

Ort (Achtung: neuer Veranstaltungsort):
ZHAW, Gebäude ZL, Forum (Erdgeschoss)
Lagerstrasse 41, 8004 Zürich
Das Gebäude befindet sich ca. 7 Gehminuten vom Hauptbahnhof Zürich, einige Häuser neben (!) dem Sihlhof der PH.

Referent:
Dr. Christian Schorno, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich „Digitale Lehre und Forschung“ an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich

Teilnahme:
Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 


 

 

Datum und Zeit:
22. Oktober 2015, 17.00 – ca. 20.00 Uhr

Texten für die Tagesschau. Ein Besuch beim Schweizer Fernsehen

Wie entstehen die Texte, die in der Tagesschau gesprochen und gelesen werden? Wer schreibt sie, wer redigiert sie, und wie fliessen Agentur‐ oder Medienmitteilungen in die Textgenese ein? Wo‐ rauf ist beim Texten fürs Fernsehen besonders zu achten? Im Rahmen der Veranstaltung geben Fachleute und Praktiker Einblick in den Umgang mit Texten beim Schweizer Fernsehen. Danach besteht die Möglichkeit, die Ausstrahlung der Tagesschau live im Regieraum mitzuverfolgen.

Ort:
Fernsehstudio Zürich-Leutschenbach, Fernsehstrasse 1-4, 8052 Zürich
(VBZ-Tramhaltestelle „Fernsehstudio“)

 


 

Datum und Zeit:
16. März 2015, 18.15–19.00 Uhr

Stefanie Wyss (Uni Bern)

Diatopische Varianz in der Wissenschaftssprache

Das Konzept des plurizentrischen Deutschs hat sich mittlerweile in vielen Bereichen der Sprachwissenschaft etabliert. Hervorzuheben sind Lehrbücher für Deutsch als Fremd- beziehungsweise Zweitsprache. Auch die Kodifizierung der Varianten ist weit fortgeschritten: Mit dem 2004 erschienenen Variantenwörterbuch wurde allen Normsetzer_Innen und Interessierten ein wichtiges Nachschlagewerk zur Verfügung gestellt. Ein weiterer wichtiger Meilenstein wird die Variantengrammatik sein, die momentan in Bearbeitung ist. Trotz dieser Fortschritte in Richtung Gleichstellung aller Varianten des Deutschen hat sich das Konzept der Plurizentrik in wichtigen Bereichen noch nicht durchgesetzt. So akzentuiert sich die fehlende Akzeptanz besonders in der deutschen Wissenschaftssprache: Dort wird nach wie vor nach dem Ideal einer „Hochsprache“ gestrebt und vermeintlich Provinzielles zu eliminieren versucht.

In der im Juni 2014 an der Universität Bern eingereichten Masterarbeit wurden in einer qualitativen Vorstudie Hochschuldozierende für die Erforschung zur Akzeptanz von diatopischer Varianz in der Wissenschaftssprache befragt. In einem zweiten Schritt wurde mithilfe einer quantitativen Online-Umfrage das Verhältnis der Hochschulabsolvent_Innen zum Schweizerhochdeutschen in der Wissenschaftssprache erforscht.

Die Ergebnisse dieser Befragungen sollen auch Gegenstand des Referats sein.

 


 

Datum und Zeit:
15. Januar 2015, 18.15–19.30 Uhr

Monique Honegger (Schreibzentrum PH Zürich)

Funktionen von Scham beim Schreiben

Affekte spielen beim Schreiben eine zentrale Rolle. Scham ist anders als etwa Angst oder Wut ein Affekt, der maskierter und indirekter funktioniert.

Gerade im Zusammenhang mit sogenannten Schreibhemmungen, Schreibblockaden und Zeigeblockaden durchleben Schreibende Schamgefühle. Monique Honegger zeigt aus fachübergreifender Perspektive und als Schreibberaterin auf, welche Schamgefühle beim Schreiben eine Rolle spielen und inwiefern diese Affekte auch Implikationen auf Schreibberatungen und Schreiben im Studium haben.